Alle Werkzeuge →

Antwortfrist auf eine Auskunftsanfrage nach der DSGVO

Wie lange hat ein Unternehmen Zeit, auf meine Auskunftsanfrage zu antworten? Angenommen, das maßgebliche Ereignis liegt am 08.04.2026.

Die Frist endet mit Ablauf des

8. Mai 2026

Der Rechenweg

  1. § 187 Abs. 1 BGBDer Tag des Ereignisses (08.04.2026) zählt nicht mit. Die Frist beginnt am 09.04.2026.
  2. § 188 Abs. 2 BGBDie Frist von 1 Monat endet mit Ablauf des Tages, der dem Ereignistag durch seine Zahl entspricht: 08.05.2026.

Der andere Fall

Die Frist wurde nach Art. 12 Abs. 3 Satz 3 DSGVO um zwei Monate verlängert

Dann endet die Frist am

8. Juli 2026

Grundlage: Art. 12 Abs. 3 Satz 3 DSGVO

  1. § 187 Abs. 1 BGBDer Tag des Ereignisses (08.04.2026) zählt nicht mit. Die Frist beginnt am 09.04.2026.
  2. § 188 Abs. 2 BGBDie Frist von 3 Monaten endet mit Ablauf des Tages, der dem Ereignistag durch seine Zahl entspricht: 08.07.2026.

Woraus das folgt

Ein Monat ab Eingang der Anfrage (Art. 12 Abs. 3 DSGVO). Die Frist kann um zwei weitere Monate verlängert werden, wenn die Anfrage komplex ist; über die Verlängerung ist innerhalb des ersten Monats zu unterrichten.

Zu beachten
Die Fristenverordnung der Union gilt statt der §§ 187 ff. BGB, ist im Wortlaut aber gleichlautend. Die Transparenz-Leitlinien des Europäischen Datenschutzausschusses (WP260 rev.01, Rn. 41) nennen genau diese Rechnung.

Anderer Tag, andere Frist

Dieselbe Rechnung mit Ihrem eigenen Datum, ohne dass etwas gespeichert wird:

Diese Seite ist eine RECHNUNG, keine Rechtsberatung. Gerechnet wird nach Art. 12 Abs. 3 DSGVO; maßgeblich ist der Gesetzestext in seiner jeweils geltenden Fassung und der Sachverhalt Ihres Falls. Der Fristenatlas dokumentiert Fristen, er berät nicht.